Marktrauschen

Proteste in Hongkong belasten asiatische Aktienmärkte

Die jüngsten Demonstrationen für mehr Demokratie in Hongkong scheinen die Stimmung der Anleger an den meisten asiatischen Märkten getrübt zu haben. Obwohl dafür auch andere Faktoren verantwortlich sind – wie etwa die lediglich mäßigen Daten zur Industrieproduktion in China – haben auch die Ängste vor einer Eskalation der politischen Unruhen zu den heftigen Kursverlusten beigetragen, die diverse asiatische Aktienmärkte zuletzt erlitten haben.

Es überrascht nicht, dass der Börsenplatz Hongkong am meisten von der Verkaufswelle erfasst worden ist. So gab der Hang Seng-Index im Monatsverlauf bis zum 29. September 7,3 Prozent ab. Allerdings waren auch etwas abseits des „Epizentrums“ einige interessante Entwicklungen zu beobachten. So büßte zum Beispiel der MSCI Taiwan-Index während des Monats (bis zum 29. September) mehr als 5 Prozent ein. Die politische Lage in Hongkong dürfte auch in Taiwan mit großem Interesse verfolgt werden. So scheint das schiere Ausmaß des jüngsten Kurseinbruchs im Wesentlichen auf eine emotionsgetriebene Verkaufswelle zurückzuführen zu sein, zumal die Gewinne am taiwanesischen Markt in den letzten Wochen systematisch nach oben korrigiert worden sind (siehe Grafik).

Taiwan: Verkaufswelle am Aktienmarkt trotz positiver Gewinnkorrekturen

Angesichts einer so großen Unsicherheit in Hinblick auf die weitere Entwicklung in Hongkong und der damit verbundenen Unklarheit bezüglich der längerfristigen Auswirkungen auf die Märkte halten wir es derzeit für die beste Strategie, die Ereignisse einfach weiter zu bobachten – und zwar insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Fundamentaldaten.


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